Wir werden oft gefragt, warum wir unseren Kaninchen noch Trockenfutter zufüttern. Der Grund ist recht einfach: Die Nahrung für unsere Tiere suchen wir aus - nicht die Tiere. Wir kennen ihren augenblicklichen Bedarf an bestimmten Nährstoffen jedoch nicht. Es kann also durchaus sein, dass sie entsprechend ihrer Verfassung gerade eine bestimmte Substanz benötigen, die im vorgelegten Futter nicht enthalten ist. In einem Alleinfuttermittel sind alle nötigen Nährstoffe enthalten und werden bei Bedarf aufgenommen. So verringert sich das Risiko eines Mangels. Es ist nötig, Trockenfutter nach ihrer Form, Konsistenz und Zusammensetzung von Inhaltsstoffen zu beurteilen, des Weiteren vor allem nach der zu fütternden Menge, dem Tier (Körpermasse) und Haltungsbedingungen (Winter, Außenhaltung). Der große Universalgelehrte des Mittelalters, Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, ist unter anderem durch folgende Aussage unsterblich geworden:

"All Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist."

Dies sollte beim Studium und der Interpretation der Inhaltsangaben, der sog. Deklaration von Futtermitteln, beachtet werden. Fertigfuttermischungen für Kaninchen gibt es auf dem deutschen Markt seit 1953. Benötigt wurden sie vor allem für die Fütterung der Tiere in Mastanlagen und für die Zucht mittelgroßer und großer Rassen. In der später folgenden Heimtierhaltung kleiner Zwergrassen wurde das hochenergetische Fertigfutter ebenso wie in der Mast ad libitum gefüttert, was die Häufung von Darmkrankheiten bei diesen Tieren erklärt. Zudem bestehen viele Fertigfutter aus sogenannten Pellets - fein vermahlenen Komponenten ohne Struktur, die eine lange Darmpassage zur Folge haben und somit den Nährboden für Bakterien bilden, die im Darm siedeln. Die Auswahl aus den angebotenen Futtermitteln setzt entweder hinreichend Erfahrung oder gute Kenntnisse der jeweiligen, in den Mischungen enthaltenen Komponenten voraus. Letztendlich entscheidet natürlich noch die verabreichte Menge über Schädlichkeit oder Nutzen. Mittlerweile wird, auch von Tierärzten, der völlige Verzicht auf Trockenfutter propagiert. Dies kann fatal sein, wenn im Gegenzug zu einer fast ausschließlichen Heufütterung geraten wird. So gelangen die Tiere von einem Fütterungs-Extrem in das andere.

Zu fein vermahlene Bestandteile der Pellets begünstigen jedoch verschiedene Darm- und andere Krankheiten, wenn die Partikelgröße < 0,3 mm ist. Besonders das Fehlen einer strukturierten Rohfaser macht sich schnell negativ bemerkbar. Des Weiteren kann die hohe Nähstoffkonzentration in Verbindung mit einer zu geringen Partikelgröße die Entwicklung der Erreger von Erkrankungen der Verdauungsorgane wie z.B. Coli-Bakterien, Clostridium perfringens und Kokzidien fördern. Durch die feine Vermahlung der Komponenten entsteht im Verdauungstrakt ein Nahrungsbrei der aus hochverdaulichen, feinen Bestandteilen besteht. Dies führt zu schneller Sattheit und daraus folgendem, fehlendem Nachschub nur langsam weitertransportiert wird und den Nährboden für pathogene Keime bildet. Die Angabe eines hohen Rohfasergehaltes täuscht in diesem Fall, da die Fasern zu kurz und somit wenig strukturiert sind.

Ein großer Nachteil der Pellets ist die fehlende Möglichkeit, bestimmte Nährstoffe entsprechend der aktuellen Stoffwechsellage gezielt aufzunehmen, da die Zusammensetzung stets gleich ist. Es fehlt also die Möglichkeit der Auswahl entsprechend des körperlichen Befindens.

Besonders in Internetforen für Halter, die oft von "Tierschützern" betrieben werden, wird über die Schädlichkeit von bestimmten Inhaltsstoffen geschrieben bzw. erklärt, dass sie Nebenprodukte der Herstellung von bestimmten Erzeugnissen seien und somit im Magen des Kaninchens nichts zu suchen hätten. Besonders beliebt ist das Argument, dass Kaninchen nicht mit Trockenfutter ernährt werden sollen, weil sie es in der Natur auch nicht finden würden. Dieses Argument ist bei genauerer Betrachtung der heute üblichen und oft empfohlenen Fütterung mit Heu und Gemüse nicht sehr sinnvoll. Wenn jemand kein Trockenfutter füttert, weil er sein Tier vollkommen artgerecht ernährt, ist das sicher kein Problem. Heu findet ein Kaninchen in der Natur nur in der Vegetationsruhe und frisst es auch nur bei Mangel an frischem Grün - keinesfalls aber als Hauptnahrung. Der Blinddarmkot hilft ihm, diese Notzeit relativ problemlos zu überstehen. Gemüse steht ebenso nur einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung und wird vom Kaninchen, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen gefressen. Das heißt, der Mensch zwingt die Tiere zum Fressen von Nahrung, die sie normalerweise wenig bzw. selten fressen würden.

Wenn durch diese Fütterung ein Mangel für das Tier erzeugt wird, muss dieser ausgeglichen werden. Wer nicht in der Lage ist, artgerechtes Grünfutter in ausreichender Menge bereitzustellen, muss den Mangel mit Futter, das entsprechende, fehlende Stoffe enthält, ausgleichen. Viele Komponenten in Alleinfuttermitteln enthalten wertvolle Bestandteile, auf die das Kaninchen nun einmal angewiesen ist - und die mit Heu und Gemüse nicht zur Verfügung stehen. Dazu gehören essentielle Amino- und Fettsäuren, Vitamine und nicht zuletzt wertvolle Proteine.

Ausdrücklich muss betont werden, dass zu diesen Futtermitteln nicht die sogenannten "Leckerlis", Dropse, Knabberstangen oder Ergänzungsfutter ohne Inhaltsangabe zählen, die keine Bereicherung der Nahrung darstellen, sondern eher Quellen für Krankheiten und Übergewicht darstellen.

Alle Futtermittel, die keine Angaben zu Inhaltstoffen und Zusammensetzung enthalten, sollten strikt gemieden werden. Außerdem sollten sie keinen Weizen enthalten.

Gern wird z.B. als negatives Argument auf den Zuckergehalt in Trockenfuttern hingewiesen. Dabei sollte aber bedacht werden, dass der Anteil des Zuckers, meist durch Melasse eingebracht, bei ca. 0,5% liegt. Im Heu enthaltenes Welsches oder Deutsches Weidelgras schlägt dagegen mit ca. 11% Zucker in der Trockenmasse zu Buche.
Über den Anteil dieser Gräser im Heu kann selten eine Angabe gemacht werden, so dass man nur raten kann, wie viel Zucker denn nun im Heu enthalten ist. Im schlechtesten Fall liegt er deutlich über 10%, da der Anteil stickstofffreier Extraktstoffe (also der Kohlenhydrate) im Heu zwischen 39 - 43% liegt, wobei hier noch die Zellulose abgezogen werden muss.

Ergänzung vom 03.02.2009

Trockenfutter - kein Plädoyer für ein Futtermittel…
…aber man kann ja mal sachlich darüber nachdenken.

Bevor man sich mit einem des umstrittensten Futtermittels für Kaninchen beschäftigt, sollten gewisse Begrifflichkeiten geklärt sein. Es hilft niemanden, Trockenfutter pauschal zu verdammen, wenn man im Gegensatz ein solches zum Hauptnahrungsmittel erklärt - nämlich das Heu. Auch Heu ist strenggenommen ein Trockenfutter, in 99% der Fälle dürfte seine Zusammensetzung auch getreidehaltig sein. Hafer ist z.B. ein Acker-"Unkraut", welches sich nahezu auf jeder Wiese findet. Außerdem enthält es bis zu 14% Zucker.

Heu: eigentlich nichts weiter als ein Trocken-Futter, dessen Zusammensetzung weitgehend unbekannt ist und das üblicherweise als "Raufutter" bezeichnet wird.

In letzter Zeit machen sogenannte Struktur-Trockenfutter von sich reden. Diese bestehen aus natürlichen, getrockneten Komponenten wie z.B. Möhre, Luzerne, Maisflocken usw., denen verschiedene Bestandteile zugemischt werden (können).

Im Bild: Nösenberger, ein Alleinfuttermittelmittel für Kaninchen, welches wir als Ergänzung der Ernährung empfehlen können. Es wird auch von Jungtieren bestens vertragen.

Seit einiger Zeit bereiten wir ein eigenes Trockenfutter zu:

Gewicht [g]
Anteil [%]
ca. Preis[€]
Kräutermix*
Luzernegrün
Erbsenflocken
Karotten-Chips
Maisflocken
Haselnussblätter
Sonnenblumenkerne
Leinsamen
3000
600
250
250
250
100
250
250
61
12
5
5
5
2
5
5
10,5
6,0
0,9
1,6
0,6
1,0
0,9
0,7

*Petersilie, Sellerie, Kerbel, Oregano, Thymian

Seit den fünfziger Jahren gibt es auf dem deutschen Markt Trockenfutter in Pellet-Form. Damals wurden Kaninchen noch aus rein wirtschaftlichen Gründen gehalten - und genau das war der Grund für die industrielle Herstellung von Kaninchenfutter. Damit war eine effiziente Ernährung von Macht- und Zuchtkaninchen möglich.

Für die Herstellung von Pellets werden die die Futterbestandteile zerkleinert und gemischt, anschließend in einer Trommel verdichtet und durch eine Matrize mit vielen Bohrungen (ø 3 mm) als Stränge ausgepresst, die schließlich auf Länge geschnitten werden. Technologisch bedingt wird die Masse beim Herstellungsprozess auf bis zu 70°C erhitzt. Durch die abschließende Abkühlung entweicht die Feuchtigkeit bis auf einen Gehalt von 12 - 13%. Für die nötige Konsistenz der Masse werden unter anderem Stärke und Melasse als "Bindemittel" zugesetzt.

Trockenfutter werden als Alleinfuttermittel oder Ergänzungsfuttermittel angeboten. Alleinfuttermittel bedeutet, dass ein Tier theoretisch ausschließlich mit diesem Futter ernährt werden kann, ohne das es einen Mangel leidet. Ergänzungsfuttermittel bedeuten, wie der Name sagt, eine Ergänzung zu anderen Nahrungsbestandteilen. Diese Begriffe sind in der Futtermittelverordnung definiert (FuttMV)
.

In den Zoomärkten gibt es unzählige Varianten von Trockenfutter - mal mehr, mal weniger sinnvoll - die meisten sind schlicht schädlich. Zusätzlich kann man sich Mischungen selbst zusammen stellen - aus Ringen, Sternen und Kugeln, die zwar allesamt schön bunt, aber deren Inhaltstoffe oft unbekannt sind. Aus dem "Sinn" des Trockenfutters resultiert eigentlich seine Zusammensetzung - es gibt durchaus viele sinnlose. Zwei Regeln gilt es grundsätzlich bei der Auswahl zu beachten:

1.Trockenfutter ohne Deklaration - also ohne Angabe der Inhaltsstoffe - sollten grundsätzlich nicht verfüttert werden.
2. Aus bestimmten Gründen (Klebereiweiß) sollten Futtermittel, die Weizen oder Weizenverarbeitungsprodukte enthalten, nicht verfüttert werden.

Eine weitere, dritte Regel sollte selbstverständlich sein:

3.Trockenfutter nicht als Hauptfutter, sondern wenn überhaupt, dann als Ergänzung füttern.

Eine vierte Regel betrifft die Herstellungsform: Pellets sollten auf Grund der fein vermahlenen Inhaltstoffe nicht verfüttert werden.

Von vielen wird Trockenfutter heute pauschal abgelehnt. Die meisten dieser Gegner füttern ihren Tieren im Gegenzug Heu und Gemüse: Notnahrung für Tiere, die es gewohnt sind, aus frischem Grün die schmack- und nahrhaften Teile auszusuchen. Sie mag zwar natürlich sein, entspricht aber nicht der arttypischen Nahrung - kein Wildkaninchen würde sich ohne Zwang von solch minderwertigem Ersatz ernähren. Mit anderen Worten - diese Art der Ernährung ist über einen längeren Zeitraum nicht artgerecht. Die Behauptung, in Heu und Gemüse "wäre alles drin", ist äußerst fadenscheinig - denn keiner weiß genau, was im Heu eigentlich wirklich "drin" ist.

Auch die Fütterung mit Trockenfutter ist nicht unbedingt artgerecht - kann jedoch die Tiere mit Nährstoffen versorgen, die sie in der Notnahrung nicht finden, die aber essentiell sind: Proteine, Fettsäuren, Vitamine… Die Versorgung mit diesen Nährstoffen wäre wiederum artgerecht.

Über Schadstoffe in Trockenfutter auf Grund der Herstellung zu reden ist relativ sinnfrei, denn im Heu sind diese im gleichen Umfang zu befürchten und auch enthalten: z.B. Verschmutzungen jeder Art, Düngerbelastung, Belastung mit Schadstoffen und Giftpflanzen. Hinzu kommen noch Gefahren bei unsachgemäßer Lagerung (Schimmelpilze etc.).

Weitere Argumente sind eventuell enthaltene Melasse oder Getreide. Melasse ist ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung und dient als Zusatzstoff für die Herstellung von Trockenfutter. Gewöhnlich ist es zu ca. 0,5 - 1% in diesem enthalten. Der Zuckergehalt von Melasse beträgt etwa 50%. Wenn man einem Tier mit einem Gewicht von ca. 1,5 kg täglich die Menge eines Esslöffels Trockenfutter geben würde (ca. 10 g), erhielte das Tier somit eine Menge von 0,1 g Melasse.

Die Zuckermenge in einem Esslöffel Trockenfutter durch Melasse verursacht beträgt 0,05 g. Gibt man 2 Esslöffel Trockenfutter, erhöht sich die Menge auf 0,1 g.

Zum Vergleich: Ein Achtel eines Apfels enthält etwa die vergleichbare Zuckermenge eines Stücks Würfelzucker. Wenn man außerdem weiß, dass Heu einen Zuckeranteil von bis zu 14% haben kann, stellt sich die Frage, warum überhaupt über Melasse debattiert wird (100 g Heu 10 g Zucker).

Getreide gehört zu den Süßgräsern. Einige Arten wurden kultiviert, um sie ertragreicher zu gestalten. Manche Getreidesorten enthalten Stärke in einer Form, die nicht nur für Kaninchen offensichtlich schwer verdaulich sind. Dazu gehört auch Weizen. Die Proteinzusammensetzung verursacht beim Menschen Zöliakie (Glutenunverträglichkeit, Sprue). Dabei handelt es sich um das sogenannte Klebereiweiß, dass zum Beispiel dafür sorgt, dass aus dem Mehl dieses Getreides Brot gebacken werden kann. Deshalb sollte auch auf Trockenfutter, die Weizen enthalten, verzichtet werden. Die Proteinzusammensetzung im Hafer ist dagegen für Menschen unbedenklich - auch für solche mit Glutenunverträglichkeit. Gerste wird seit langer Zeit als guter Energielieferant geschätzt, außerdem enthalten Getreide alle essentiellen Aminosäuren sowie wertvolle Fettsäuren. Die Stärke wird bei der Verarbeitung des Trockenfutters durch die Erhitzung auf ca. 70°C aufgeschlossen, so dass sie leichter verdaulich ist.

Über die "Schäden", die Getreide im Verdauungstrakt des Kaninchens anrichten soll, kursieren mittlerweile die unglaublichsten Geschichten - meist in sogenannten "Erfahrungsberichten" in diversen Kaninchenforen gleich ganz oben angepinnt. Oft wird über den Tod eines geliebten Tieres berichtet, der durch geringe Mengen an Trockenfutter verursacht worden sein soll. Aus den meisten liest man allerdings heraus, dass der Halter schlecht bzw. gar nicht informiert ist, den Tierarzt falsch verstanden hat oder aus anderen Gründen falsche Schlüsse zieht. Vielleicht regt auch die Bezeichnung bestimmter Proteine als "Klebereiweiß" die Phantasien einiger über Gebühr an. Allein die Empfehlung selbst hartgesottener Getreidegegner von Haferflocken als "Päppelfutter" ist dann sachlich richtig und verweist indirekt auf den Wert von Hafer: nämlich als Energie und Proteinlieferant.

Geringe Mengen von Hafer oder Gerste allein oder als Bestandteil eines Trockenfutters sind ungefährlich - wenn gleichzeitig genügend Nahrung zur Verfügung steht, die dafür sorgt, dass die Nahrung in einer bestimmten Zeit den Darm passiert. Diese Nahrung sollte idealerweise aus frischem Grün bestehen - ersatzweise aus Heu und frischem Gemüse sowie frischen Kräutern und geringen Mengen einheimischen Obsts.

Die unangenehmen Eigenschaften eines Trockenfutters werden bei Pellets offenbar: Komponenten, die erst zu Mehl verarbeitet und anschließend in Stäbchenform gepresst werden. Die Vermahlung erzeugt Strukturen, die für die Verdauung nachteilig sind. Es fehlen intakte Rohfasern wie die natürlichen Stützsubstanzen von Blättern und Stängeln der Pflanzen - und zwar in ihrer ursprünglichen Form (Struktur). Diese passieren normalerweise den Darm sehr schnell und sorgen so für einen "Putzeffekt". Die klein gemahlenen Komponenten, im schlimmsten Fall noch aus schwer verdaulichen Proteinen, verbleiben zu lange im Darm. Dadurch bilden sie den Nährboden für Keime und Bakterien, die auf Grund eines ansteigenden pH-Wertes immer bessere Bedingungen für ihre Vermehrung finden. Das macht Pellets für die Ernährung von Kaninchen unbrauchbar.

Zwergkaninchen in Wohnungshaltung übermäßig mit getreidehaltigen Futtermitteln zu versorgen ist sicher kontraproduktiv - aber mehr aus Gründen einer drohenden Verfettung. Sättigt das Futter sehr schnell, fressen sie weniger. Durch weniger Kauen nutzen sich die Zähne zu wenig ab. Daraus kann ein Kreislauf entstehen, der das Tier letztendlich mehr Zeit beim Tierarzt als zu Hause verbringen lässt - von Schmerzen und Stress ganz abgesehen.

Für mittelgroße bis große Rassen kann Trockenfutter eine etwas wichtigere Rolle spielen, doch auch diese können mit natürlicher Nahrung versorgt werden, wenn man sich ausreichend darüber informiert.

Normalerweise benötigen Kaninchen kein Trockenfutter - das setzt jedoch voraus, dass es mit der zur Verfügung stehenden Nahrung ausreichend versorgt ist. Für eine Fütterung mit Heu und Gemüse dürfte das jedoch nicht zutreffen - deshalb der Begriff "Notnahrung". Man kann sich mit etwas Wissen auch durchaus ein nahrhaftes Trockenfutter selbst herstellen, welches die Tiere mit den Nährstoffen versorgt, die sie aus dem Heu und Gemüse nicht erhalten. Trockenfutter ohne Inhaltsangaben sollten gemieden werden. Jedes Kaninchen freut sich mehr und hat vor allem mehr von Gräsern, Löwenzahn, Spitz- und Breitwegerich, Schafgarbe und anderem frischen Grün. "Leckerlis" im Sinne des Menschen sind für Kaninchen unnötig.